Stufen

(DEUTSCHE + ENGLISCHE VERSION)

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DEUTSCH

Ankommen.

Und dann erkennst du, dass das nächste Level, nach dem du dich soo lange gesehnt hast, lediglich eine weitere Stufe auf der Treppe deines Lebens darstellt. Jetzt bist du sie hinaufgestiegen und immer noch liegen so viele Stufen vor dir.

Du fühlst dich verzagt und auch ein bisschen traurig und frustriert- hattest du dir von dieser nächsten Lebensstufe doch so viel erhofft und noch mehr erwartet… du bist müde, wenn du daran denkst wie viel Kraft es dich gekostet hat diese Stufe zu erklimmen.

Gerade hast du keine Lust mehr weiter zu gehen. Das ist okay. Setz dich hin und ruh dich aus. Vielleicht gehört dieses beständige Loslassen der Erwartungen zum Wachstum genauso dazu wie der Schmerz und die Trauer, wenn wir Altes, liebgewonnenes, was uns aber nicht mehr dienlich ist, zurück lassen um weiter zu gehen.

Doch es macht wenig Sinn daran fest zu halten. Glaubst du, die Schlange sehnt sich zurück in ihre alte Haut? Die Blüte möchte zurück in ihre enge Knospe oder der bunt schillernde Schmetterling wieder eine kleine Raupe sein? Sicher- die neue Form und der neue Ausdruck in der Welt mögen Angst machen, sind es doch aber mehr als Wert.

Vielleicht ist dies eine der schwierigsten Lektionen des Lebens: dass wir niemals ganz ankommen. Diese Reise endet nie und somit ist das endgültige Ankommen eine Illusion. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu lernen- über uns selbst und das Leben. Und jede erklommene Stufe ist ein Erfolg, egal wie ernüchternd es manchmal sein mag am Ziel angekommen zu sein, das man sich ausgemalt hat und dass sich dann ganz anders gestaltet. 

Ich glaube es kommt, wie immer, auf die Perspektive an. Wir vergessen oft woher wir gekommen sind und wieviel Weg wir schon zurück gelegt haben- um an den Punkt zu kommen, an dem wir heute sind. Wir schauen oft so verbissen im Tunnelblick auf unser nächstes Ziel, dass wir den Weg dahin garnicht mehr genießen können. So hetzen wir durch die Tage und wollen alles immer schneller und gleich erreichen. Wir vergessen, dass große Erfolge immer auf Kleinen aufbauen und wir immer ernten was wir säen. Wir können nur nicht immer bestimmen, wann die Erntezeit ist. Das entscheidet das Leben. Es liegt eben nicht alles in unserer Hand, auch wenn wir das gerne glauben mögen.

Also- feiern wir doch die kleinen Erfolge, die wir verbuchen können. Statt uns mit anderen zu vergleichen und uns minderwertig zu fühlen. Jeder hat seinen eigenen Weg, seine eigenen Lebensstufen, die es zu erklimmen gilt. 

Und wenn du keine Lust hast diese neue Stufe zu feiern, dann genieße doch wenigstens die neue, ganz weite Aussicht, die du jetzt hast… 🙂

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ENGLISH

Arrive.

And then you realize that the next level you’ve longed for for so long is just another step on the stairs of your life. Now you have climbed it and there are still so many steps ahead of you.
You feel despondent and also a bit sad and frustrated – you had hoped for so much from this next stage of life and expected even more … you are tired when you think about how much strength it took you to climb this stage.

Right now you don’t feel like going any further. That’s okay. Sit down and take a rest. Perhaps this constant letting go of expectations for growth is just as much a part of it as the pain and grief when we leave behind old, beloved, but what is no longer useful to us in order to go further.

But there is little point in holding on to it. Do you think the snake longs to return to its old skin? The flower would like to be back in its tight bud or the colorful, iridescent butterfly would like to be a little caterpillar again? Sure – the new form and the new expression in the world may be scary, but it is more than worth it.

Perhaps this is one of life’s hardest lessons: that we will never quite arrive. This journey never ends and so the final arrival is an illusion. There is always something new to discover and learn – about ourselves and life. And every step you climb is a success, no matter how sobering it may sometimes be to have reached the goal that you have envisioned and that then turns out to be completely different.

I think, as always, it depends on the perspective. We often forget where we came from and how much distance we have already covered – to get to the point where we are today. We often look so doggedly at our next destination in the tunnel vision that we can no longer enjoy the way there. So we rush through the days and want to achieve everything faster and more immediately. We forget that great successes always build on small ones and that we always reap what we sow. We just can’t always tell when it’s harvest time. That decides life. It’s not all in our hands, even if we like to believe it.

So let’s celebrate the little successes that we have achieved. Instead of comparing ourselves to others and feeling inferior. Everyone has their own path, their own stages of life that have to be climbed.
And if you don’t feel like celebrating this new level, then at least enjoy the new, very wide view that you now have … 🙂

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